Kindliche Lebenswelten: Eine sozialwissenschaftliche by Liselotte Wilk (auth.), Univ.Doz., Dr. Phil., Dr.

By Liselotte Wilk (auth.), Univ.Doz., Dr. Phil., Dr. rer.soc.oec. Liselotte Wilk, Univ.Doz., Dr. rer.soc.oec. Johann Bacher (eds.)

Dem Phänomen "Kindheit" wird zunehmend sowohl in den unter­ schiedlichsten wissenschaftlichen Bereichen als auch in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Dennoch wurde bisher die state of affairs der Kinder vorwiegend aus dem Blickwinkel der Erwachsenen und unter dem Aspekt der Sozialisation gesehen. Mit dem Buch soll die Perspektive der Kinder in den Mittelpunkt gerückt werden: Lebensbereiche werden nicht primär im Hinblick auf ihre Sozialisationsfunktionen bewertet, sondern dahingehend analysiert, welchen Beitrag sie zum Wohlbefinden der Kinder leisten und welche Chancen zur Mitgestaltung sie Kindern einräumen. Dadurch sollen Kinder aus ihrer place des "Objekts" sozialwissen­ schaftlicher Forschung in die des ihre Gesellschaft mitgestaltenden "Subjekts" gestellt werden. Darüber hinaus soll die examine dazu beitragen, den aktuellen kindheitspolitischen Handlungsbedarf zu erkennen. Die Daten, die diesem Buch zugrundeliegen, wurden in einem zweijährigen Forschungsprojekt mit dem Titel "Kindsein in Österreich" erhoben. Die Studie wurde am Institut für Soziologie der Universität Linz durchgeführt und vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und dem Österreichischen Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie finanziell unterstützt. Sowohl dem Institut als auch den beiden genannten Institutionen sei für ihre Unterstützung gedankt. Vor allem aber gilt unser Dank den 3000 Kindern, die durch ihre aktive Mitarbeit diese Studie ermöglicht haben. Daß die Arbeit schließlich zu einer Buchpublikation führte, setzte die Bereitschaft der ProjektmitarbeiterInnen zur Überarbeitung ihrer Forschungsbeiträge, das Interesse der Heraus­ geberInnen der Reihe "Kindheitsforschung" und die unermüdliche Arbeits­ bereitschaft der Layouterinnen voraus. Ihnen allen sei an dieser Stelle für ihren Einsatz gedankt.

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Steuern in der Preispolitik und bei der Preiskalkulation

Aile Steuern, die durch unternehmerische Tatigkeiten ausgelost werden, mindern den wirtschaftlichen Erfolg, der den EigentUmern der Unternehmen verbleibt. Die Abgaben an den Fiskus werden daher bei unternehmerischen Entscheidungen als Kosten berucksichtigt. Offensichtlich besteht zwischen den Preisen, die ein Unternehmen fUr seine Produkte verlangt, und deren Kosten ein enger Zusammenhang.

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"(. .. ) Obwohl die Studie nur one hundred fifty Seiten umfaßt, habe ich selten eine so informative und genaue Schrift zu den Problemen hochschulreifer Forschungseinrichtungen gelesen (. .. ) . "KZfSS 2/1987

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Allgemein kann man davon ausgehen, daß subjektives Wohlbefinden sowohl kognitive als auch emotionale Komponenten beinhaltet (Zapf 1984: 23), wie Hoffnungen, Ängste, Glück, Einsamkeit, Erwartungen und Ansprüche, Unsicherheiten usw. Meist wird in den Sozialwissenschaften subjektives Wohlbefinden als "Zufriedenheit" oder "Glück" beschrieben. Psychosoziales Wohlbefinden stellt dabei einerseits einen individuenspezifischen psychischen Zustand dar, andererseits aber ist es immer auch Ausdruck gemeinsamer Erfahrungen, Bedürfnisse und Interessen in vergleichbaren Umwelten und sozialen Beziehungsstrukturen (U/ich 1982: 153).

A. zu beachten: 1. Die Fragen müssen sehr konkret gestellt werden. B. "wochentags", "am Wochenende" oder "meistens", sind nach Möglichkeit zu vermeiden, da sie für Kinder oft zu abstrakt und zu ungenau sind. B. in der Pretestversion die Frage nach dem Fernsehkonsum am Wochenende. Fast alle Kinder fragten bei dieser Frage berechtigterweise nach, ob hier der Samstag oder der Sonntag gemeint sei, da sich das Fernsehverhalten an diesen beiden Tagen unterscheidet. 43 2. 3. 4. Die Fragen sind nach Möglichkeit sehr kurz zu formulieren.

Ziel der Fotodokumentation war aber nicht nur, negative und positive Aspekte der Wohnumgebung zu dokumentieren und zu registrieren, sondern in Verbindung mit dem sprachlichen Kontext (die Kinder wurden im Interview zu den Fotomotiven befragt) zu erfahren, wie Kinder ihre Wohnumgebung bewerten und wahrnehmen, welche Bedürfnisse und Veränderungswünsche sie diesbezüglich äußern. Diese Variante des Interviews wurde mit 29 Kindern im Großraum Wien und Oberösterreich durchgeführt, wobei darauf geachtet wurde, daß diese in unterschiedlich großen Gemeinden leben.

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