Von Government zu Governance: Informales Regieren im by Stephan Bröchler, Hans-Joachim Lauth

By Stephan Bröchler, Hans-Joachim Lauth

Die Erkenntnis, dass informelle Regeln und Praktiken konstitutiv für jedes politische approach sind, gehört zum Basiswissen der Politikwissenschaft. Doch die Governance-Debatte der letzten Jahre hat deutlich gemacht, dass sich sowohl die Praxis des Regierens als auch die Reflexion über Regieren strukturell verändert haben. Dies erfordert von der Politikwissenschaft eine veränderte Herangehensweise der examine des Regierens unter den Bedingungen von Informalität. Informale Governance beinhaltet, dass sich Steuerung und Koordination, durch das Zusammenwirken staatlicher und gesellschaftlicher Akteure, im Rahmen formaler und informaler Institutionen vollzieht. Beide Regelsysteme formen dabei gemeinsam den institutionellen Funktions- und Handlungsraum der Regierung. Die im Sonderheft versammelten vergleichenden Analysen vermitteln empirisch gesättigte Fallanalysen und markieren Defizite und produktive Potentiale des Zusammenwirkens staatlicher und gesellschaftlicher Akteure bei der Lösung öffentlicher Probleme. Sie zeigen ein variationsreiches Spektrum von Formen informaler Governance in Europa, Deutschland und anderen politischen Systemen

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Eine Analyse der Wirkungen kann sich nicht nur auf Ef¿zienz und Effektivität beziehen, sondern bedarf einer normativen ReÀexion. In konzeptioneller Hinsicht erfordert eine Annahme zu den von uns genannten Merkmalen von informellen Institutionen eine gewisse Relativierung, demnach oftmals kein Zentrum besteht, von dem aus politische Akteure informale politische Institutionen regulieren. Dies ist zwar durchaus der Fall, wenn gesellschaftlich weit verbreitete Praktiken und Institutionen (wie Korruption und Klientelismus) betrachtet werden, doch es gilt sehr viel weniger in dem in diesem Sonderheft analysierten Bereich der informalen Governance.

Dies ist z. B. der Fall bei der mexikanischen Wahlberichterstattung, bei der obligatorische Regulierungsinstrumente seit Mitte der 1990er Jahre für parteipolitisch ausgeglichene Medieninhalte sorgen sollen (Klinger 2011a, S. 248–264; Mena 2005). Insgesamt kommt Ko-Regulierung in Italien und Mexiko aber kaum vor, so dass sie hier nicht weiter empirisch analysiert werden kann. Dadurch wird aber in beiden Ländern die Chance vergeben, private Akteure an der Regelsetzung zu beteiligen, ohne staatliche Aufgaben privater Willkür preiszugeben, wie Offe (2009) in Anlehnung an Crouch’s Postdemokratie befürchtete.

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